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Cyberangriff auf Brenner-Basistunnel legt Datenzugriff offen

Bauarbeiten am Brenner-Basistunnel, Symbol für europäische Infrastruktur
Anil Sharma / Pexels

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Am 17. Oktober 2026 erlitt die Brenner-Basistunnel-Gesellschaft BBT SE einen Cyberangriff, bei dem Angreifer auf internetzugängliche Daten zugreifen konnten.

Cyberangriff auf Brenner-Basistunnel legt Datenzugriff offen

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Angriff erfolgte am 17. Oktober 2026 auf die BBT SE und ermöglichte den Zugriff auf internetzugängliche Daten.
  • Ermittler vermuten die russischsprachige Hackergruppe Everest als Täter, die für Datendiebstahl bekannt ist.
  • Bau und späterer Betrieb des 64 km langen Tunnels bleiben unbeeinflusst.
  • Externe Cybersicherheits-Experten isolierten die betroffenen Systeme und aktivierten Sicherheits-Protokolle.
  • Mitte Oktober wurde auch das Fehmarnbelt-Projekt zwischen Deutschland und Dänemark von einem ähnlichen Angriff betroffen.

Die BBT SE reagierte zügig. Nach ersten Medienberichten bestätigte das Unternehmen den Vorfall und schaltete die Behörden ein. Die Angreifer drangen direkt in das Firmennetzwerk ein, wie die „Tiroler Tageszeitung“ berichtete.

„Die Gesellschaft des Brennerbasistunnels BBT SE ist Ziel eines Hackerangriffs geworden. Den Hackern gelang es, auf Daten zuzugreifen, die über das Internet erreichbar waren.“

— SALTO

Hochsicherheitsdaten blieben laut Unternehmensführung unberührt. Der reguläre Betrieb lief ohne Unterbrechung weiter.

Sofort nach Entdeckung der Attacke fuhr die BBT SE ihre Schutzsysteme hoch. IT-Mitarbeiter kappten die betroffenen Server. Externe Forensiker übernahmen die Tiefenanalyse. Zuständig für das Verfahren ist die Postpolizei in Bozen, wo die BBT ihren Hauptsitz hat. Vor Ort arbeiten die italienischen Ermittler mit südtürkischen Cyber-Experten zusammen, um den digitalen Pfad der Täter zu rekonstruieren.

Die Bohrer stehen nicht still. Dennoch bleibt unklar, welche Dateien die Angreifer kopierten. Medienberichte legen nahe, dass Unbekannte die erbeuteten Datensätze bereits auf verdeckten Plattformen im Darknet feilbieten. Erpresserbriefe gingen bislang nicht ein. Es gibt weder Lösegeldforderungen noch Gespräche mit den Tätern. Die forensische Aufarbeitung läuft auf Hochtouren.

Mit 11,7 Milliarden Euro Baukosten zählt der Brenner-Basistunnel zu den gewaltigsten Vorhaben Europas. Ab 2034 sollen Züge zwischen Deutschland und Italien deutlich schneller rollen. Der 64 Kilometer lange Tunnel soll die chronisch überlasteten Alpenrouten entlasten und Güter wie Passagiere rascher ans Ziel bringen.

Fast zeitgleich traf es den Norden. Mitte Oktober meldete auch das Fehmarnbelt-Projekt Störungen durch Hacker. Auf der Baustelle der 18 Kilometer langen Verbindung zwischen Fehmarn und Lolland fielen beim Auftragnehmer Femern Link Contractors (FLC) zeitweise die IT-Systeme aus. Das Schadprogramm erfasste mehrere Segmente des Netzwerks, wie die Bauherrin Femern A/S einräumte. Zeitpläne gerieten dadurch nicht ins Wanken.

Die unmittelbaren Folgen für die Infrastruktur halten sich in Grenzen. Für künftige Fahrgäste ändert sich nichts am Zeitplan. Wer Projektrisiken und Budgets analysieren möchte, nutzt einen Prozentrechner, um finanzielle Verschiebungen schnell zu erfassen. Bei steuerlichen Fragestellungen rund um Sanierungskosten greift der Mehrwertsteuer Rechner. Wer sich über finanzielle Basisabsicherungen informieren will, findet Orientierung über den Bürgergeld Rechner.

Projekt Länge (km) Investitionsvolumen (€) Angriffsdatum Auswirkungen auf Bau
Brenner-Basistunnel (BBT) 64 11.700.000.000 17. Oktober 2026 Keine Verzögerungen, Systeme isoliert
Fehmarnbelt-Tunnel 18 7.400.000.000 Mitte Oktober 2026 Temporäre IT-Störungen, Bau fortgesetzt

Häufige Fragen

Wann fand der Cyberangriff auf den Brenner-Basistunnel statt?

Der Angriff wurde am 17. Oktober 2026 auf die BBT SE verübt. Die genauen Uhrzeiten wurden nicht veröffentlicht, die Ermittler gehen von einem frühen Morgenzeitpunkt aus.

Welche Daten wurden von den Angreifern accessed?

Nur internetzugängliche Daten. Hochsicherheits- oder betriebskritische Informationen wurden nicht kompromittiert.

Wer wird verdächtigt, hinter dem Angriff zu stecken?

Die Ermittler vermuten die russischsprachige Hackergruppe Everest, die für Datendiebstahl und digitale Erpressung bekannt ist. Eine definitive Zuordnung steht noch aus.

Wie hat die BBT SE reagiert?

Die BBT SE aktivierte sofort ihre Sicherheits-Protokolle, isolierte die betroffenen Systeme und beauftragte externe Cybersicherheits-Experten für eine forensische Analyse.

Gibt es Auswirkungen auf den Zeitplan des Tunnels?

Nein. Die Bauarbeiten am Brenner-Basistunnel gehen planmäßig weiter; der Angriff gefährdete weder den Bau noch den späteren Betrieb.

Quellen: t-online · SALTO · La Milano · RaiNews. Stand: 08.11.2026.